Vier Fragen an Stadtrat Richard Wolff

Der neue Vorsteher des städtischen Tiefbau- und Entsorgungs­departements im Kurzinterview.

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1) Die Stadt Zürich ist ein entscheidender Partner im Generationenprojekt Hochschulgebiet Zürich Zentrum (HGZZ). Wie haben Sie das Projekt als Stadtrat bisher wahrgenommen?

Im Stadtrat haben wir mehrmals über dieses Projekt debattiert. Die dynamische Entwicklung der Hochschulen und des Uni-Spitals finde ich erfreulich. Kritisch war ich bei der Erschliessung und den Dimensionen.

2) Seit rund zwei Wochen sind Sie Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements (TED) und damit auch aktiv am Projekt beteiligt. Hat sich Ihr Eindruck vom HGZZ seither verändert?

Das kann ich nach dieser kurzen Zeit nicht sagen. Ich freue mich aber, am HGZZ jetzt als städtischer Verantwortlicher für Verkehrsplanung und Freiraumgestaltung mitzuwirken.

3) Das TED ist insbesondere in die Verkehrsplanung des HGZZ involviert. Was ist Ihnen hier besonders wichtig?

Möglichst viele Leute sollen mit dem Velo oder von den Bahnhöfen aus zu Fuss in das Hochschulgebiet gelangen. Dafür braucht es nebst starkem ÖV direkte und gut gestaltete Wege.

Die heute in den Spitzenstunden auftretenden Konflikte zwischen Fussverkehr, ÖV und motorisiertem Individualverkehr lassen sich reduzieren. Erstens, indem wir die ÖV-Fahrgäste auf mehrere zum Teil neue Haltestellen verteilen. Zweitens, indem wir neue Querungen für den Fussverkehr schaffen.

Verkehrsräume sind auch Stadträume. Im Hochschulgebiet halten sich viele Leute auf. Deshalb müssen wir die Verkehrsräume so ansprechend gestalten, dass man sich hier gerne bewegt und verweilt.

4) Welche Themen/Aufgaben im HGZZ stehen bei Ihnen/beim TED zuoberst auf der Agenda?

Bis Ende Jahr soll die definitive Lage des Trams im Strassenraum und somit das Konzept der Parkschale geklärt sein. Wir wollen den Strassenraum mit den privaten Vorbereichen der Institutionen integral betrachten und zusammen mit den Institutionen entwickeln.

Wichtig ist auch, dass bald etwas Konkretes erlebbar ist. Solche Quick Wins sind Wegöffnungen im Bereich der Gartensequenz sowie der Polysteig als Treppe parallel zur Polybahn. Das sind erste Massnahmen für den Fussverkehr. Auch die kurzfristige Umsetzung von Velomassnahmen in der Weinbergstrasse ist wichtig. Ausserdem brauchen wir Systementscheide darüber, wie wir für den Fussverkehr den HB und den Bahnhof Stadelhofen besser an das HGZZ anbinden wollen.