Teilrevision Richt­plan im Kantons­rat

Seit Juni wird der Richtplan im Kantonsrat behandelt. Wie geht es weiter? Überblick aktueller Stand

Die Hochschulen wachsen kontinuierlich, die heutige und künftige Medizin benötigt mehr Raum und eine zeitgemässe Infrastruktur.
Der Regierungsrat hat deshalb Anfang April 2015 die nach der öffentlichen Auflage überarbeitete Richtplanvorlage für das Hochschulgebiet Zürich Zentrum an den Kantonsrat überwiesen. Die Teilrevision des Richtplans ist eine notwendige planungsrechtliche Grundlage, um die Lehre, die Forschung und die medizinische Versorgung baulich und räumlich am jetzigen Standort weiterentwickeln zu können. Der Richtplaneintrag wird seit Juni von den Kantonsrats-Kommissionen behandelt und muss anschliessend vom Kantonsrat verabschiedet werden.

Der überarbeitete Richtplan enthält Angaben zu den verschiedenen Bauvorhaben und formuliert wichtige Grundsätze und Vorgaben für die Weiterentwicklung des gesamten Hochschulgebiets.
Er definiert damit den Rahmen des Generationenprojekts Berthold (universitäre Medizin) sowie der Weiterentwicklung von Forschung, Lehre und medizinischer Versorgung im Zentrum.

Der Richtplaneintrag enthält aber beispielsweise auch Angaben zur Aufwertung des Spitalparks und zur besseren Erschliessung des Hochschulgebiets durch den öffentlichen Verkehr sowie durch Fuss- und Velowege. Der Richtplan legt als Obergrenze einen Zuwachs der Geschossfläche um höchstens 40 Prozent fest. Dieser Spielraum wird nur dann ausgeschöpft, wenn das Universitätsspital, die Universität und die ETH entsprechend weiterwachsen.

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Wie geht es weiter?


Die Änderung des Richtplaneintrags ist Voraussetzung für die Festsetzung von Gestaltungsplänen für die verschiedenen Areale auf dem Hochschulgebiet. Für einen Teil der Vorhaben des Universitätsspitals und der Universität werden diese zurzeit ausgearbeitet und voraussichtlichnoch in diesem Jahr öffentlich aufgelegt. Bereits seit Herbst 2014 wurden die Themen Umwelt, Energie, Frei- und Grünräume sowie Verkehr vertieft bearbeitet. Die bis heute vorliegenden Ergebnisse können auf eingesehen werden. Nach der Festsetzung der Gestaltungspläne wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2016 mit der Ausschreibung von Architekturwettbewerben für bestimmte Baufelder begonnen.

Die momentan entstehenden Gestaltungspläne umfassen Teilareale des gesamten Hochschulgebiets, namentlich das Kernareal des Universitätsspitals (und somit einen Teil von Berthold) sowie Teile der Universität (Gloriarank und Wässerwies). Mit dieser schrittweisen Realisierung kann die tatsächliche Entwicklung des Hochschulgebiets bei späteren Etappen jeweils auf die aktuellen Bedürfnisse der Institutionen abgestimmt und es kann so auch flexibel auf heute noch unbekannte Veränderungen reagiert werden.